Spielbericht: HBC 53 Wittenberg/Jessen – SV Langenweddingen 30:34 (12:18)

08.11.2017

Die Enttäuschung war groß nach der Begegnung gegen den Medaillenkandidaten aus Langenweddingen. Erneut hatte man, genau wie in den Partien gegen Radis und Spergau, eine starke zweite Hälfte gespielt, aber bereits in den ersten 30 Minuten fast alle Chancen auf einen Punktgewinn liegen gelassen.
Im Gegensatz zu den letzten Spielen konnte Trainer Sven Jäger wieder auf die Routiniers René Seiffert und Rene Knabe zurückgreifen. Genau die beiden sorgten in der Anfangsphase dann auch für ein ausgeglichenes Spiel und erzielten alle Treffer der Spielgemeinschaft bis zum 5:5 in der 11.Minute. Was anschließend folgte, war sicherlich für alle Besucher kaum zu verstehen. Die Schwarz-Weißen stellten das Torewerfen völlig ein, spielerisch wurde sich in Einzelaktionen verzettelt und die Abwehr bot einen kollektiven Totalausfall. Innerhalb von 4 Minuten enteilten die spielerisch nicht überzeugenden aber im Abschluss konsequenter agierenden Gäste auf 5:10.

Nach der fälligen Auszeit kam etwas mehr Bewegung in das HBC 53´er Angriffsspiel. Als Robert Giese in der 21.Minute zum 11:14 traf, war man wieder auf Reichweite und das Spiel ausgeglichen. Nun waren es die Herren in schwarz, die unnötig Hektik in die bis dahin faire Partie brachten. Hier alle Fehler aufzuzählen, welche beiden Mannschaften zugemutet wurden, ist die Zeit nicht wert. Hinzu kam die Arroganz und Uneinsichtigkeit des Herrn Blume von der TSG Querfurt, welcher im Gegensatz zu seinem Partner Müller vom SC Magdeburg, für jede seiner Fehlentscheidungen noch eine fadenscheinige Begründung hatte. Leider fehlen dem Verband zu viele Schiedsrichter, aber dieses Paar auch noch als A-Kader auf Reisen zu schicken, entbehrt jeder Grundlage.
Der SV Langenweddingen nutzte die Unruhe vor der Pause etwas besser und konnte sich einen sicheren 6-Tore Vorsprung erspielen. Nach der Halbzeit kam die Heimsieben besser ins Spiel und verkürzte schnell auf 14:18. Es entwickelte sich eine schnelle abwechslungsreiche Partie, aber nur für kurze Zeit. Sage und schreibe 10 Zeitstrafen (6:4) und zahlreiche Unterbrechungen innerhalb von 15 Minuten zerstörten den Spielfluss nun endgültig. Zu allem Überfluss ließ sich die Dame am Kampfgericht auch noch von den kopflosen Entscheidungen des Herrn Blume irritieren und unterbrach unberechtigt einen Angriff der Gastgeber. Soweit so gut, trotzdem führten die Gäste nach 50 Minuten immer noch mit 6 Toren.

Sven Jäger und Florian Homuth versuchten mit einer Auszeit nochmals neue Ideen in die Köpfe der Spieler zu bekommen und das Angriffsspiel auf ein höheres Risiko zu stellen. Aber auch in der Crunchtime benötigte Herr Blume nochmals seinen Auftritt und verhängte Martin Strnad im Angriffsspiel eine rote Karte, auf Grund einer angeblichen Tätlichkeit. Mit dieser These stand der „Mann des Tages“ wieder ziemlich allein da. Nichts desto trotz gelang den Jungs der Spielgemeinschaft recht eindrucksvoll das Comeback, denn beim 29:32 durch den besten Mann der Heimsieben Rene Knabe, war der Anschluss wieder hergestellt. Ein Spitzenteam wie der SV Langenweddingen lässt sich jedoch in einer hektischen Schlussphase nicht aus der Ruhe bringen und brachte den Vorsprung zum Endstand von 30:34 über die Zeit. Glückwunsch nach Langenweddingen!!

Leider punktlos blieben am Wochenende:

Julien Nater & Kevin Zwicker (Tor);
Rene Knabe (11/5); Martin Strnad (4); Gabor Vadaszi (3); Felix Apfelbaum; Stefan Richter; René Seiffert (5); Pascal Beyer (1); Robert Giese (6); Andreas Schröder; Patrick Rose; Eric Beese
Christian Wegert (Physiotherapie Kroner); Mandy Michael; Florian Homuth und Sven Jäger (Bank)